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Die interkulturelle Jugendgruppenleiterschulung für junge Menschen mit- und ohne Migrationshintergrund...


soll Lerninhalte einer Jugendleiterschulung praxisorientiert vermitteln, an den konkreten Bedürfnissen der Teilnehmer ansetzen und weitestgehend eine aktive Auseinandersetzung mit den Inhalten auf der Grundlage gestellter Lernanforderungen ermöglichen. Dabei soll der Spaß im Vordergrund stehen. In der Jugendgruppenleiterschulung werden erfahrbare gruppendynamische Prozesse initiiert, die zum einen als direkte Anknüpfungspunkte für die zu vermittelnden theoretischen Grundlagen dienen und zum anderen eine gemeinsame Identität als Jugendgruppenleiter entstehen lassen, um im Anschluss an die Schulung die kontinuierliche Zusammenarbeit auf eine gemeinsame Grundlage zu stellen.
Ausgehend von dem persönlichen Wunsch nach Weiterentwicklung und ehrenamtlichen Engagement der Teilnehmer, stehen die Beteiligung an und die Identifikation mit den Inhalten und Zielen der Jugendleiterschulung im Zentrum der Zusammenarbeit.  Dabei ermöglicht die unterschiedliche ethnische Herkunft der Teilnehmer, mit ihren verschiedenen Sozialisationserfahrungen und kulturellen Wertorientierungen, einen interkulturellen Lernprozess. In der Erarbeitung der Themenblöcke werden situativ Anknüpfungspunkte aufgegriffen, um eigene unterschwellige Vorurteile, Stereotypenbildungen usw. zu reflektieren.

 

Die erste interkulturelle Jugendleiterschulung

 

Die erste Jugendleiterschulung wurde von September bis Dezember 2009 in der Alten Post in Oelde durchgeführt.
Initiator war der Fachdienst Jugendamt der Stadt Oelde, weitere Kooperationspartner der evangelische Jugendmigrationsdienst des Diakonischen Werkes Münster, die VHS Oelde-Ennigerloh, das Projekt „Gleichschritt“ des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und das Jugendwerk für die Stadt Oelde e.V. /Alte Post. Alle Institutionen arbeiten seit Jahren im  Arbeitskreis Integration zusammen.
Es nahmen 12 TN im Alter von 15 bis 22 Jahren teil. Davon waren 9 weiblich und drei männlich, 10 mit türkischem Hintergrund, aber alle in Deutschland geboren, ein Roma aus dem Kosovo und ein Spätaussiedler. Bei der Schulbildung war die ganze Bandbreite von Hauptschule, über Realschule und Gymnasium, bis hin zu Berufs- und Wirtschaftskolleg vertreten.
In Vorgesprächen hatten sie als Motivation angegeben, als „türkische“ Jugendliche nun „in der Gesellschaft angekommen zu sein“ verbunden mit dem Wunsch, sich aktiv einzubringen.
An dieser Schulung nahmen sie teil, weil sie in Oelde in einem Bereich, der sie interessiert tätig wollten und von dem sie sich ggfs. auch berufliche Vorteile versprachen. Der Erwerb des Zertifikates als Nachweis der erfolgreich absolvierten Schulung war ihnen sehr wichtig. Ein großes Anliegen bestand zudem darin, mit anderen Anbietern in Oelde wie z.B. anderen Kirchengemeinden zu kooperieren.
Nach dem Einstieg wurde die Schulung mit den geplanten Inhalten durchgeführt: Kommunikationstraining, Interkulturelle Sensibilisierung, rechtliche Rahmenbedingungen der Jugendarbeit, Ablauf und Lenkung von Gruppenprozessen, Konflikttraining, Spielpädagogik, Schminkkurs, Sexualpädagogik, Erste-Hilfe-Kurs, Ehrenamtsfelder. Unter dem Aspekt Projektmanagement planten die Teilnehmenden im letzten Modul ihre Abschlussveranstaltung, bei der sie ihre Zertifikate erhalten sollten.
Diese Verleihung fand am 25. November 2009 in der Alten Post statt. Eingeladen waren Eltern, Geschwister, Verwandte, Freunde, Referenten, Kooperationspartner, die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Andrea Geiger und Oeldes Bürgermeister Karl-Friedrich Knop.



Nach dem offiziellen Abschluss der Jugendleiterschulung ging es darum, für die Teilnehmenden ein für sie passendes ehrenamtliches Feld zu finden. Im Wesentlichen hatten sich folgende Interessengebiete heraus kristallisiert: Krankenhaus / Altenheim; Arbeit mit schwierigen Jugendlichen mit Migrationshintergrund; Kindergarten, Ferienspieltage, Sportverein, Kulturveranstaltungen / Organisation. Unterstützt wurden sie dabei von der zuständigen Fachkraft der Alten Post, die die Schulung geleitet hatte.
In der Zwischenzeit haben die Teilnehmenden „ihr“ Ehrenamtsfeld gefunden. Unterstützt und begleitet werden sie dabei  durch regelmäßige Treffen von  Annette Michels.

 

Weiterbildung und Qualifizierung

 

VHS Oelde-Ennigerloh

Heike Ewers

Telefon: (02522) 72-721

Email: heike.ewers@oelde.de

 

 

Begleitung und Koordination

 

Fachdienst Jugendamt der Stadt Oelde

Klaus Liedtke

Telefon: (02522) 72-513

Email: klaus.liedtke@oelde.de

 

Jugendwerk für die Stadt Oelde e.V.

Alte Post

Annette Michels

Telefon: (02522) 960570

Email: info@alte-post-oelde.de

 

Grafik springender Mensch

 

 

 Der Jugendleiter

 

 

 Die Jugendgruppe   

 

             

 

Rechte und Pflichten

 

 

 

 

Der gemeinsame Weg

 

Bei Interesse kontaktieren Sie uns einfach!