Druckansicht Stadt Oelde



Rückblick mit Freude

Landesgartenschau Oelde 2001


"Blütenzauber und Kinderträume" - mit diesem programmatischen Motto hat die Stadt Oelde die Landesgartenschau 2001 in Nordrhein-Westfalen erfolgreich gestaltet. Den "Zauber eines Sommers" erlebten die vielen kleinen und großen Besucher an einem unterhaltsamen und informativen "grünen Band" durch die Landschaftstrilogie Aue - Park - Gärten. Nachhaltig hat die Stadt Oelde mit diesem grünen Bindestrich die Wirtschaftsader A2 und die historische Mitte der Stadt - die St. Johannes Kirche am Marktplatz verknüpft. Mit dem Vier-Jahreszeiten-Park als Nachfolge wird die "Idee" der Landesgartenschau für die Stadt und die Region erfolgreich fortgeführt

 

Besucherzahlen und Finanzen


Die Landesgartenschau (LGS) Oelde 2001 ist mit 2,23 Millionen Besuchern die erfolgreichste in der nunmehr 17-jährigen Geschichte der Landesgartenschauen in Nordrhein-Westfalen. Damit löst Oelde den bisherigen Spitzenreiter, die Landesgartenschau von 1988 in Rheda-Wiedenbrück ab, die 2,05 Millionen Besucher verzeichnete (vgl. Anlage).


Die Veranstalter haben die selbst gesteckten Ziele zum Verkauf von Dauerkarten und Tageskarten weit übertroffen. Dadurch ist die Einnahmeerwartung um rund vier Millionen DM überschritten worden (s. Tabelle). Bereits zur Halbzeit Anfang Juli hatte die LGS die im Finanzhaushalt eingeplanten Einnahmen in Höhe von 5,5 Millionen DM durch den Verkauf von Dauer- und Tageskarten erwirtschaftet.

 

 

 Ziel

 Erreichte Zahl

Tageskarten-Besucher

 400.000

750.000

Einnahme laut Durchführungshaushalt aus Tageskarten-Verkauf

4.400.000 DM

8.150.000 DM

Dauerkarten-Inhaber

10.000 zahlende

20.099, davon
14.500 zahlende

Einnahme laut Durchführungshaushalt
aus Dauerkarten-Verkauf

1.100.000 DM

1.450.000 DM

Besuchereintritte gesamt

500.000

2.230.000

Einnahme laut Durchführungshaushalt
Insgesamt

5.500.000 DM

9.500.000 DM

MAUS OLEUM-Besucher
(01.06. bis 30.09.2001)

100.000

160.000

 

Während der Sommerferien in NRW hat ein Besucherrekord den nächsten gejagt: Spitzentag war der 12. August (Sonntag) mit 52.763 Besuchern, gefolgt vom 22. Juli (Sonntag) mit 47.890 und vom 15. Juli (Sonntag) mit 40.532 Besuchern.
Die Landesgartenschau hat ihr Ziel, mit dem Motto "Blütenzauber & Kinderträume" gerade Eltern mit Kindern anzusprechen, erreicht. So kamen auf jeden erwachsenen Besucher durchschnittlich 1,1 Kinder aller Altersstufen. Mit rund 63% derer, die das Gelände mit Kindern besuchten, war es schwerpunktmäßig die Gruppe der 31- bis 45-Jährigen, die als Familie kam.

30% der Gäste stammten aus Oelde und der näheren Umgebung (bis 20 km), 28% reisten aus 20 bis 50 km entfernten Orten an, 27,9% legten zwischen 50 und 100 km zurück und 13,7% mehr als 100 km. Damit hat die Landesgartenschau ihren mit einem Radius von 100 km bzw. einer einstündigen Autoanreise beschriebenen Hoffnungsmarkt weit übertroffen.


Rund 3.000 Busse aus ganz Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz sowie aus den Niederlanden und Belgien steuerten die Landesgartenschau an. 910 Besuchergruppen haben sich bei der Touristik Oelde GmbH angemeldet, davon haben 728 ein oder mehrere touristische Angebote gebucht. Insgesamt besuchten rund 28.500 Schüler die Landesgartenschau im Klassenverband, davon 24.000 mit der Tageskarte (nur LGS) und 4.500 mit der Kombikarte (LGS und MAUS OLEUM).


Das MAUS OLEUM, die interaktive Wanderausstellung des WDR zur erfolgreichen "Sendung mit der Maus", gastierte während der Landesgartenschau vier Monate lang in Oelde und zählte an 122 Tagen fast 160.000 Besucher. Damit wurde der bisherige Besucherrekord der Ausstellung gebrochen. Selbst in ihrer Heimatstadt Köln hatte die Maus-Ausstellung nicht so viele Besucher wie in Oelde.

 

Veranstaltungen


Der prall gefüllte Veranstaltungskalender wurde sehr gut angenommen: Rund 1.700 Veranstaltungen standen in 163 Tagen auf dem Programm, die von der Landesgartenschau selbst und von unzähligen Vereinen, Verbänden und Institutionen organisiert wurden, darunter Konzerte, Kabarett, Kleinkunst, Theateraufführungen, Vorträge, Ausstellungen, Feste, vielfältige Kinderveranstaltungen und vieles mehr.

 

 

Allein in der Sternwarte sind während der Landesgartenschau ca. 1.100 Vorträge angeboten worden. Die 300 Veranstaltungen im Kirchengarten sind von jeweils einem hauptamtlichen Mitarbeiter der katholischen und evangelischen Kirche in Zusammenarbeit mit rund 2.500, zumeist ehrenamtlichen Mitarbeitern durchgeführt worden. Etwa 40.000 Personen nahmen an den Veranstaltungen teil. Eine um ein Vielfaches höhere Zahl suchte den Kirchengarten als Ruheort auf oder schaute sich eine der 30 Ausstellungen in den fünf Lebensboxen an.
Sowohl die kostenpflichtigen als auch die eintrittsfreien Veranstaltungen der Landesgartenschau waren sehr gut besucht. Insgesamt wurden 40 kostenpflichtige Sonderveranstaltungen mit rund 45.000 Besuchern durchgeführt. Davon waren 16 Veranstaltungen ausverkauft. Von den Veranstaltungen während der regulären Öffnungszeit ohne Sondereintritt fanden die drei Landesgartenschau-Feste "Der Frühling", "Der Sommer" und "Der Herbst", der WDR 4-Musikpavillon, das Sommerfest des WDR-Landesstudios Münster mit den drei Konzerten der WDR-Klangkörper und das Kreisschützentreffen ein besonders starkes Interesse.


Das Kinderprogramm stand unter den Monatsthemen "Kinder & Natur" (April/ Mai), "Kinder & Kultur" (Juni), "Kinder & Sport" (Juli), "Kinder & Medien" (August) und "Kinder & Ernährung" (September). Die hierzu angebotenen 423 kostenlosen Einzelveranstaltungen wurden von rund 27.300 Jungen und Mädchen in Anspruch genommen. Besonderer Höhepunkt waren die "Prisma-Sommer-Wochen" (15.07. bis 15.08.2001), mit denen die Veranstalter Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren während der Schulferien freien Eintritt gewährten und attraktive Programmpunkte rund um die Themen MAUS OLEUM, Fahrrad, Wasser und Magie anboten.

 

 

Marketing und Öffentlichkeitsarbeit


Die Landesgartenschau 2001 hat nahezu alle Möglichkeiten der Werbung und der Öffentlichkeitsarbeit genutzt, um auf "Blütenzauber & Kinderträume" aufmerksam zu machen.


Drei groß angelegte Promotiontouren, 32 Mailings an verschiedene Zielgruppen, drei Ausgaben der Landesgartenschau-Zeitung "Pusteblume", mehrere hundert Vorträge bei Vereinen, Verbänden und Unternehmen, sieben Baustellenführungen für Erwachsene bzw. Kinder, Wettbewerbe, Messe-Auftritte, gezielt gestartete Funkspots, die Werbung auf 3,4 Millionen Milchtüten und Anzeigenschaltungen (insbes. 24 in der Zeitungsbeilage "Prisma") machten "Blütenzauber & Kinderträume" in der Region und im Land bekannt. Rund 6.000 Infomappen wurden verschickt und mehr als 1 Million Informationsflyer verteilt.

Funk und Fernsehen haben von der Landesgartenschau regelmäßig Sendungen gefahren: Jeden Sonntag sendeten Radio WAF, Radio Gütersloh und Radio Bielefeld zwei Stunden live aus der "Gläsernen Redaktion" am Oelder Forum (insgesamt 24 Sendungen). Das WDR-Fernsehen berichtete in zwölf 30- bzw. 90-minütigen Sendungen aus dem Gelände, der WDR-Hörfunk übertrug sechs WDR-Veranstaltungen im Radio.


Die Ende Juli durchgeführte Besucherbefragung ergab, dass 41% der Landesgartenschau-Gäste das erste Mal durch Berichte in Zeitungen oder Zeitschriften von der Gartenschau erfahren hatten. Die Gartenschau-Gesellschaft hat 438 eigene Pressemitteilungen sowie rund 1000 Pressemappen herausgegeben. 117 Journalisten waren dauerhaft auf dem Gelände akkreditiert, 462 Journalisten besuchten die Landesgartenschau mit einer Tagesakkreditierung.

 

 

Service und Verkehr


Die Investitionen in zahlreiche Serviceleistungen haben sich gelohnt. Der kostenlose Verleih von Bollerwagen, Buggies sowie Rollstühlen, der kostenlose Shuttle-Bus und die kostenlosen Parkplätze stießen auf großen Zuspruch. Fast täglich waren alle Bollerwagen, Buggies und Rollstühle im Einsatz.


In den 163 Tagen ist der LGS-Shuttle-Bus rund 10.000 mal gefahren. 412.130 Fahrgäste haben den kostenlosen Pendelbus benutzt, der zwischen dem Bahnhof, dem Parkplatz an der Autobahn, den Eingängen und dem MAUS OLEUM verkehrte. Samstags, sonntags und an Feiertagen hat er zusätzlich den großen Park & Ride-Platz bei Westfalia angefahren.


Die Parkplätze waren vor allem an den Wochenenden sehr gut ausgelastet. Das ist kein Wunder, denn nach dem Ergebnis der Besucherbefragung kamen 73,3% der Gäste mit dem PKW. In den Sommerferien waren die Stellplätze schnell besetzt, so dass zusätzlich zwei große Wiesen gepachtet und zu Parkplätzen umfunktioniert wurden. Dadurch hat sich die Zahl der Stellplätze von mehr als 3000 auf über 4000 erhöht. An Spitzentagen kam es zu einem Rückstau auf der Autobahn. Ein Verkehrschaos konnte durch das schnelle Eingreifen des städtischen Ordnungsamtes und der Polizei verhindert werden.

 

 

Sonstige Zahlen


Angebote für Kinder: 838 Gruppen mit rund 20.000 Kindern erhielten Unterricht auf der Landesgartenschau (Erlebnisprogramme des Kindermuseums); 112 Kindergeburtstage wurden mit rund 1.350 Teilnehmern gefeiert, d.h. an jedem Werktag einer; rund 10.000 Kinder machten beim Kinderrallye-Gewinnspiel mit; 154 Gruppen ließen sich über den Kinderträume-Rundweg führen.


Anpflanzungen: 22.300 Gehölze, 7.500 Bäume, 14.800 Sträucher, 337.500 Stauden, 775.000 Blumenzwiebeln, 85.000 Frühjahrs- und Sommerblumen, 12 ha Einsaaten.

Beschäftigte: In der Bauphase waren 112 Firmen mit insgesamt rund 1.500 Mitarbeitern in wechselnden Einsätzen tätig. Während der Veranstaltung waren drei Firmen mit 25 Kräften im Servicebereich, fünf Gartenbaubetriebe mit 10 Mitarbeitern sowie rund 100 Mitarbeiter der Landesgartenschau GmbH und der Stadtverwaltung in der Geschäftsstelle und im Gelände beschäftigt. Hinzu kamen noch unzählige ehrenamtliche Helfer an den einzelnen Ausstellungsorten und die Kräfte im gastronomischen Bereich.