Druckansicht Stadt Oelde



Mobiles Blockheizkraftwerk (BHKW) für Freibad und Hallenbad

Zum Start der Freibadsaison 2015 wurde das System zur zentralen Wärmeerzeugung im Oelder Parkbad erneuert. Diese Maßnahme war u.a. auch nötig, da die vorhandene Wärmepumpe aus dem Jahr 1974 das Wasser zur Wärmegewinnung aus dem Axtbach gezogen hat. Dieser hatte im Sommer, während der Freibadsaison, oft nicht genügend Wasser, um die Pumpe zu versorgen.


Das neue Heizsystem besteht aus einem Gas-Brennwertkessel und einem zusätzlichen Blockheizkraftwerk (BHKW). Die Besonderheit hierbei ist der mobile Einsatz des BHKWs, das in der Sommersaison im Freibad zum Einsatz kommt und in der Wintersaison das Hallenbad mit Strom und Wärme versorgt. Das BHKW weist durch die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme einen sehr hohen Wirkungsgrad auf und besitzt somit nicht nur wirtschaftlich sonder auch ökologische Vorteile.

Bild: Mobiles BHKW auf dem Weg zum Einsatzort

Betrieb und energetische Sanierung städtischer Liegenschaften

Die Stadt Oelde ist Eigentümerin von über 44 Liegenschaften. Hierzu zählen neben den Verwaltungsgebäuden auch Schulen, Kindergärten, Wohnhäuser, Feuerwehrgerätehäuser und Bäder.


Das Entdecken und Ausnutzen von Energiesparpotenzialen, die rationelle Verwendung von Energie sowie der Einsatz von erneuerbaren Energieträgern gehören zu den Schwerpunkten der Tätigkeit im Servicedienst Zentrale Gebäudewirtschaft.


Im Rahmen von Sanierungsarbeiten wird dabei auf die Einhaltung der Vorgaben der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) geachtet, die den Einsatz von Wärmeschutz und energieeffiziente Anlagentechnik voraussetzen.


Auch ein aktives Energie- und Ressourcenmanagement über alles städtischen Liegenschaften sorgt dafür, dass die Energieverbräuche zu regeln, zu steuern und im Rahmen der Möglichkeiten hierauf positiv Einfluss zu nehmen, um Energie einzusparen oder effizienter zu nutzen.

Im Folgenden werden einige beispielhafte Maßnahmen genannt, die durch die zentrale Gebäudewirtschaft der Stadt Oelde durchgeführt wurden.

Umbau der Verwaltung und Neubau der Mensa am Thomas-Morus-Gymnasium

Bild: Fußboden- und Leitungsdämmung

Erneuerung der Heizungsanlage an der Lambertus-Grundschule Stromberg


Hier wurde 2008 im Rahmen der Heizungserneuerung die bestehende Anlage durch eine Pelletheizung (230 Kilowatt) ersetzt, Flachheizkörper eingebaut und Fensternischen, in denen die Heizkörper vorher untergebracht wurden, beseitigt. Das Pelletlager befindet sich im ehemaligen Öllagerraum und kann über 30 Tonnen Pellets aufnehmen. Je nach Bedarf kann mit dieser Menge bis zu einem Jahr geheizt werden. Mit der neuen Anlage lässt sich über ein Drittel Energie sparen, da die Wärme zielgerichteter genutzt wird.

Außerdem wurden aus Mitteln des Konjunkturpaketes II im Zeitraum 2009/2010 die Heizung und Duschanlagen in der Turnhalle und im Lehrschwimmbecken erneuert. Hier wurde die alte Lüftungsanlage der Turnhalle ausgebaut und eine Deckenstrahlheizung eingebaut, die zusammen mit der neuen Dachdämmung für ein optimales Klima sorgt. Über die Deckenstrahlheizung wird die Halle gleichmäßig und ohne Luftumwälzung erwärmt. Zur Brauchwassererwärmung im Bereich Turnhalle und Lehrschwimmbecken wurde ergänzend eine thermische Solaranlage installiert. Die vorhandene Holz-Pellet-Heizung der Schule wurde mit der Gasbrennwertheizung der Turnhalle verbunden, so dass über die Pellet-Heizung die Grundlast aus regenerativen Energien abgedeckt wird. Der Erdgas-Brennwertkessel übernimmt die Spitzenlast für Turnhalle und Lehrschwimmbecken.

Bild: Pelletheizung (links) und Einbauarbeiten der Deckenstrahlheizung Turnhalle (rechts)

Klimaschutzsiedlung Oelde

Anfang 2014 wurde der erste Spatenstich für eine neue Klimaschutzsiedlung in Oelde gemacht und somit der Weg hin zu einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Stadtentwicklung weiter gefestigt.

 

Das neue Baugebiet „Westlich Zur Polterkuhle" ist ein Wohngebiet mit ca. 46 Baugrundstücken, die überwiegend mit Einfamilienhäusern und Doppelhäusern teilweise schon bebaut oder in Zukunft noch bebaut werden. Mit der Siedlung wird das Ziel verfolgt, die wärmebedingten CO2-Emissionen in Wohnsiedlungen konsequent zu reduzieren. Hierfür können alle geeigneten Technologien eingesetzt werden, so dass Planer und Investoren die Energiekonzepte für die Einfamilienhäuser individuell erstellt haben. Als energetischer Mindeststandard wird das „3-Liter-Haus" vorgegeben, das einen maximalen CO2-Ausstoß von 9 kg pro Quadratmeter und Jahr nicht überschreiten darf.

 

Die Vereinbarung der energetischen Standards ist über die Grundstückskaufverträge verankert. Die Ziele wurden durch einzelne Festsetzungen im Bebauungsplan unterstützt. Hierzu gehören z. B. eine konsequente Südausrichtung der Dachflächen zur Nutzung von Solarenergie und die Festsetzung von einzelnen Baufenstern, um eine gegenseitige Verschattung durch die Bebauung zu minimieren.

 

Die Siedlung ist Teil des Projektes „100 Klimaschutzsiedlungen in Nordrhein-Westfalen" und unterstützt die Bauherren mit Fördermitteln aus dem Programm progres.NRW.


Bild: Klimaschutzsiedlung "Westlich Zur Polterkuhle" in Oelde

Planung Neubau Feuerwache Oelde

Der neue Standort der Feuerwache Oelde wird sich laut Plan ab Sommer 2017 parall zur Wiedenbrücker Staße befinden.


Geplant ist ein zweigeteilter Bau in „L-Form" mit dreistöckigem massivem Hauptgebäude und einer flacheren Fahrzeughalle in Industriebauweise im rückwärtigen Bereich. Das Bauvorhaben hat insgesamt eine Nutzflächevon ca.  4.600 m² und eine Bruttogeschossfläche von ca. 5.270 m².


Bei der Planung der Gebäude wurden die Standards der neuen Energieeinsparverordnung eingehalten (EnEV 2014), die in erster Linie Anforderungen an den Primärenergiebedarf stellt. Hierbei wird der bauliche Wärmeschutz der Gebäudehülle ebenso berücksichtigt wie die Energieeffizienz der eingesetzten Anlagentechnik (Heizung, Lüftung, Kühlung, Beleuchtung).  Für den Neubau der Feuerwache wurde der Einbau eines effizienten Block-Heizkraftwerks und von LED-Technik bei der Beleuchtung geplant. Nach Fertigstellung des Gebäudes werden die Energiewerte in einem Energieausweis dargestellt.


Die Gebäude sind wie folgt aufgeteilt:


Rückwärtigen Fahrzeughalle

18 Stellplätze (darunter vier Wechselladerplätze), Waschhalle, Werkstätten, Lager Betriebsstoffe, Schlauchlager mit schwarz / weiß-Trennung, Verbindungstrakt: Zentraler Eingang, Umkleide mit Spinden für Einsatzkleidung, Sanitärräume, Aufzug, Sprunganlage


Hauptgebäude

EG: Rettungsdienst: 6 Stellplätze, Umkleide/Einsatzkleidung, Fahrzeug-Desinfektion, Personen-Desinfektion, Medizinlager, Büro Einsatzdokumentation, Lager Sterilgut, Sanitär-, Nebenräume, Feuerwehr: Atemschutzwerkstatt, Wäscherei für Einsatz- und kontaminierte Schutzkleidung, Haustechnik, Notstromaggregat etc., Rückwärtige Fahrzeughalle: 18 Stellplätze (darunter vier Wechselladerplätze), Waschhalle, Werkstätten, Lager Betriebsstoffe, Schlauchlager mit schwarz / weiß-Trennung, Verbindungstrakt: Zentraler Eingang, Umkleide mit Spinden für Einsatzkleidung, Sanitärräume, Aufzug, Sprunganlage

1.OG: 15 Ruheräume (darunter 1 Notarzt), Umkleiden, Speiseraum, Aufenthaltsraum, Küchen, Magazin, Kleiderkammer, Fitnessraum, Jugendfeuerwehr, Lehrmittel, Räume der freiwilligen Feuerwehr

2. OG: Funkeinsatzzentrale, Funk- und Elektrowerkstatt, Verwaltungs- und Schulungsräume; Lage und Besprechungs- und Verwaltungsräume u. a. fürBrandschutzdienststelle, Wach- und Schichtleitungen, Lüftungstechnik, EDV, Nebenräume


Auf dem Außengelände der neuen Feuerwache befinden sich der Übungshof mit -turm, Ober- und Unterflurhydranten zur Fahrzeugbefüllung sowie Stellplätze für einrückende Einsatzkräfte.

Bild: Skizze Neubau Feuerwache Bild: Skizze Neubau Feuerwache

ÖKOPROFIT


ÖKOPROFIT ist ein modular aufgebautes Beratungs- und Qualifizierungsprogramm, das Betriebe jeder Art und Größe bei der Einführung und Verbesserung des betrieblichen Umweltmanagements unterstützt. Unternehmen, Kommunen und Experten arbeiten Hand in Hand und nutzen die entstehenden Synergieeffekte um Kosten zu senken und die Öko-Effizienz zu steigern.


Die Maßnahmen umfassen:

Das Projekt wurde 2010 durch die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (gfw) im Kreis Warendorf initiiert. Die Stadt Oelde unterstützt die Fortsetzung des Projektes unter Teilnahme von mehreren Unternehmen aus dem Stadtgebiet Oelde.


Die nächste Projektphase läuft ab Oktober 2015 an. Sobald die ersten Ergebnisse vorliegen, werden wir Sie an dieser Stelle informieren.


Nähere Informationen finden Sie auch unter www.oekoprofit.de.