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Unterkünfte in Oelde


Die Stadt Oelde hat zur Unterbringung der Flüchtlinge zunächst auf leerstehende städtische Wohngebäude zurückgegriffen. Diese sind neben den Unterkünften in Oelde in den Ortsteilen Stromberg und Lette vorhanden. Zudem erfolgte die Belegung der ehemaligen Grundschule in Sünninghausen.

Dabei war die Schaffung kleinerer Unterkünfte im gesamten Stadtgebiet das primäre Ziel. Mit den steigenden Flüchtlingszahlen wurden 2015 jedoch neue Kapazitäten in größerem Umfang erforderlich.  

In den ehemaligen Schul-Pavillons an der Overbergstraße wurden im Herbst 2015  40 neue Plätze geschaffen. In einem ehemaligen Verwaltungsgebäude im Gewerbegebiet „Am Landhagen" wurde im Dezember 2015 eine weitere Regelunterkunft für neu zugewiesene Flüchtlinge eingerichtet.  

Die ehemalige Notunterkunft am Landhagen ist zur Unterbringung von 150 Flüchtlingen inzwischen hergerichtet.

Zudem sind am Westrickweg Häuser in Modulbauweise entstanden, die Platz für rund 100 Personen bieten.


Informationen zur Flüchtlingsunterkunft am Westrickweg


Angedachte Belegung:  

Am Standort Westrickweg sollen eine gemischte Belegung erfolgen, d.h. Familien und WGs aus Einzelpersonen.


Betreuung vor Ort:

Die Stadt Oelde sieht an den beiden größeren Standorten einen erhöhten Betreuungsbedarf und hat sich durch Verträge mit dem DRK entsprechend darauf vorbereitet. Kräfte des DRK sind ab Mittag bis in den frühen Abendstunden sowie einige Stunden am Wochenende vor Ort für die Bewohner erreichbar. Am Vormittag wird in der Regel ein Hausmeister in der Anlage ansprechbar sein. Das Team wird ergänzt durch zwei Sozialarbeiter des Mütterzentrums, die für die Bewohner ansprechbar ein werden - das allerdings nicht immer vor Ort hier am Westrickweg, sondern überwiegend im Rathaus.

Für die Betreuung soll ein Haus freigehalten werden, hier sollen langfristig auch Sprachangebote, Spielmöglichkeiten oder Nachhilfe stattfinden.

 

Struktur der Wohneinheiten:

Alle Häuser sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut, mit Küche und Essbereich, Sanitärbereich und Waschmaschine, drei Schlafräume, dh. Die Stadt Oelde hat hier kleine überschaubare Einheiten geschaffen, die für die Bewohner ausreichende Privatsphäre bieten.

 

Belegungsdichte:

pro Haus sind 6 Erwachsene oder eine Familie mit mehreren Kindern vorgesehen - Bei den Wohngemeinschaften soll auf gleiche Nationalitäten, Religionen geachtet werden.

 

Historie

Der Standort Westrickweg war bereits in den 90ger Jahren Standort von Containern für Spätaussiedler und/oder Asylbewerber bzw. Obdachlosenunterkunft. Aus dieser Zeit stammen noch die Fundamente, auf die die Häuser jetzt wieder aufgesetzt worden sind. 

 

Zum Bauvorhaben

Fundamente der ehem. Containeranlage konnten weitgehend genutzt werden; die Baukosten betragen ca. 950.000 Euro (incl. Außenanlagen, zuzügl. Ausstattung); je Haus 3 Schlafräume (je 12 m²), Duschraum , WC und gemeinsamer Küche/Wohnbereich; Wohnfläche je Haus 66 qm; Erdgas-Heizzentrale versorgt alle Häuser von zentraler Stelle aus (im Container); W-LAN in den Häusern wird vorhanden sein.

 

 


Betreuung durch Hausmeister

 

Die Flüchtlingsunterkünfte werden durch Hausmeister betreut.  Diese besuchen täglich jede Unterkunft und erfüllen insbesondere folgende Aufgaben:




Sind alle Häuser und Wohnungen für die Unterbringung von Asylbewerbern geeignet?

 

Die Wohnungen und Wohnhäuser, die für Asylbewerber und Flüchtlinge angemietet werden, müssen bautechnisch und aus Sicht des Brandschutzes geeignet sein. Da die Asylbewerber die Wohnungen nicht selbst anmieten können, trägt die Stadt die Verantwortung für eine sichere Unterbringung.


Im Gegensatz zu einer normalen Wohnnutzung wird der Wohnraum für Asylbewerber wesentlich dichter belegt. Im Schnitt stehen einem Einwohner in Oelde rund 35 bis 45 qm Wohnfläche zur Verfügung. Dagegen stehen einer Person, die Asyl beantragt hat, rund 7 qm Wohn- und Schlafraum zu. Hinzu kommt noch eine anteilige Gemeinschaftsfläche, insgesamt also deutlich weniger Fläche, als dies in Wohnungen üblich ist.


Um die größere Anzahl von Personen im Falle eines Brandes retten zu können, muss ein zweiter baulicher Rettungsweg vorhanden sein oder geschaffen werden können. Ist dies nicht möglich, kann nur eine begrenzte Belegung erfolgen, um alle Personen in Gefahrensituationen rechtzeitig über Leitern retten zu können.


Hinterhofhäuser, Fachwerk und Holztreppen stellen deshalb häufig eine Einschränkung da. Darüber hinaus gibt es weitere Anforderungen, zum Beispiel den Einbau geschlechtergetrennter Toiletten oder Duschen, die insbesondere das Angebot von älteren Immobilien sehr einschränken.


Ihr Ansprechpartner für Flüchtlingsunterkünfte

 

Nadeesh Kattur

Telefon    02522 / 72-116

E-Mail     nadeesh.kattur@oelde.de